Das Dorf Tala liegt etwa eine Autostunde von Nairobi entfernt. Die dort ansässige Bevölkerung konnte sich bis vor einigen Jahren durch Kaffeeanbau noch recht gut ernähren. Durch den ständigen Preisverfall des Kaffees hat sich die dortige Situation jedoch extrem verschlechtert. Die Kinder müssen aus der Schule genommen werden, da das Schulgeld nicht mehr aufgebracht werden kann, Medikamente sind unerschwinglich geworden und die tägliche Ernährung ist nicht mehr ausreichend gesichert. In der Gegend von Tala werden traditionell bunte Korbtaschen hergestellt. Dort verrichten die Frauen diese Handarbeit gerne gemeinsam abends nach der Feldarbeit.
Es entstand die Idee, daß Frauengruppen Korbtaschen flechten und diese anschließend auf einem lukrativen Absatzmarkt verkaufen, so daß der Erlös mit zum Einkommen der Familie beitragen kann. In Nairobi besteht eine recht große Nachfrage nach dieser Art von Taschen, u.a. durch die Vielzahl an Touristen. Die koptische Kirche in der Ngong Road in Nairobi hat sich dazu bereit erklärt, den Transport der Taschen von Tala nach Nairobi zu übernehmen und dort den Verkauf zu organisieren. Bei der Übernahme der Ware sollen die Frauen die Taschen regulär bezahlt bekommen. Im Frühjahr 1994 wurde das Projekt bereits eingestellt, da der dortige Projektleiter seinen Wirkungsort aufgeben mußte und sich keine Person gefunden hat, die das Projekt weiterhin betreuen wollte.
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