Sudan    Nyala    kleine einkommenschaffende Projekte

 
 
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Für südsudanesische Vertriebenenfrauen, die aufgrund des Bürgerkrieges nach Nyala geflohen sind, besteht kaum eine Möglichkeit, dort eine regelmäßige Arbeit zu finden. Ihre möglichen Tätigkeiten beschränken sich ausschließlich auf temporäre Arbeiten, die sehr stark von dem Gutdünken der lokalen Bevölkerung abhängen. Beispielsweise gehen sie täglich von ihrer Hüttensiedlung bis in das Stadtzentrum, um dort bei den wohlgestellteren Leuten an deren Türen zu klopfen und nach Arbeit zu fragen. Für Wäschewaschen oder Hausputzen erhalten sie pro Tag ein Gehalt von etwa 50 Cent. Dies ist unzureichend, um das tägliche Überleben zu sichern, zumal sie nicht täglich Arbeit finden.
Oder sie gehen auf den Markt, um dort nach einem Aushilfsjob zu fragen. Dort sitzen sie dann den ganzen Tag über in der Sonne und trennen die Spreu von der Hirse, wofür sie etwa 60 Pfennige bekommen. Außerdem werden diese Arbeiten von vielen Südsudanesen selbst als menschenunwürdig empfunden. Damit die Frauen durch eine selbständige Arbeit über ein regelmäßigeres Einkommen verfügen können, wurden kleine einkommenschaffende Projekte mit ihnen und für sie ins Leben gerufen. Vor allem sollen alleinstehende Frauen, die selbständig ohne familiären Rückhalt für die Existenz ihrer Kinder sorgen müssen, in dieses Projekt einbezogen werden.
Auf dem lokalen Markt werden gemeinsam mit den Frauen Utensilien eingekauft, die für den Beginn ihres Handels oder des Verkaufs notwendig sind. Bei den Kleinprojekten handelt es sich bspw. um Tee- oder Essensverkauf, um den Verkauf von Holzkohle oder Öl oder auch um das Besticken von Decken. Ein Betrag von 25,- bis 50,- € sind für den Beginn solch eines Kleinstprojektes ausreichend.