Auf dem Markt von Nyala leben viele südsudanesische Straßenkinder. Sie haben ihre Familien verlassen, in der Hoffnung auf dem Markt kleine Aushilfsarbeiten zu verrichten, so daß sie sich ihr 'Brot' selbst verdienen können. Allerdings sind hier die Verdienstmöglichkeiten zu gering, um sich eine Existenz aufbauen zu können. Deshalb schlafen die Kinder nachts auf dem blanken Boden auf dem Markt oder vor Geschäften und schnüffeln permanent zumeist Diesel, Farben oder Gummi. Schwester Hélène von der katholischen Kirche begann im Sommer 1997, sich um diese Kinder, primär Jungs, zu kümmern, indem sie versuchte die Kinder wieder in staatliche Schulen einzugliedern.
Als Folge ihrer Anregung und auf Wunsch der Kinder wurde im Herbst 1997 vom Afrika Freundeskreis ein Straßenkinderprojekt in Nyala ins Leben gerufen.
Etwa 30 Straßenkinder im Alter von sieben bis vierzehn Jahren werden in angemieteten Räumen in zwei Schulklassen mit unterschiedlichem Niveau von zwei Lehrern unterrichtet. Der Unterricht findet täglich außer freitags und sonntags statt. Nach Beendigung des Unterrichts erhalten die Kinder ein Frühstück. Ziele des Projekts sind (1) für die Jüngeren nach Beendigung der Kurse möglichst eine Eingliederung in die öffentlichen Schulen.
Nach Abschluß des Fortgeschrittenenkurses sollte der Wissensstand der Kinder so hoch sein, daß sie in die fünfte Klasse der öffentlichen Schulen eingestuft werden können. (2) Für die Älteren , die zu alt sind, um eine staatliche Schule besuchen zu können, ist die Bildung Voraussetzung dafür, später einen Beruf erlernen zu können. Außerdem wird (3) durch eine tägliche warme Mahlzeit (Futura) die Essensversorgung der Straßenkinder gesichert. | | |
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