Sudan    Burush    Ziegenprojekt

 
 
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In der Region Darfur ist neben der urbanen auch die ländliche Bevölkerung von den variablen Regenfällen und der erhöhten Dürreanfälligkeit betroffen. Teilweise verlegten daher einige Familien ihren Wohnsitz von Dörfern in Norddarfur endgültig in Dörfer nach Süddarfur, wo die jährliche Niederschlagsmenge im Durchschnitt noch höher ist als in ihrem Heimatgebiet. Bei anderen Familien wiederum sind nur das männliche Familienoberhaupt mit deren älteren Söhnen und den Tierherden weiter südlich gezogen.
Die Frauen blieben mit den jüngeren Kindern vorerst in den Dörfern in Norddarfur zurück. Hier müssen sie nun alleine die Versorgung für ihre Familien übernehmen.
Im Dorf Burush, östlich von El Fasher, betreiben die zurückgebliebenen, nunmehr alleinstehenden Frauen nach Möglichkeit noch begrenzt Subsistenzlandwirtschaft. Diese ist bei der geringen Arbeitskraft (nur sie mit ihren älteren, noch unverheirateten Töchtern können die Felder bewirtschaften, nicht aber die jüngeren Kinder) und den natürlichen Bedingungen nicht mehr ausreichend, um die Ernährung zu sichern. Anderen Frauen hingegen ist überhaupt kein Zugang zu landwirtschaftlicher Fläche gegeben.
Beide Gruppen sind daher gezwungen, nach anderen, kaum vorhandenen, alternativen Einkommensquellen zu suchen. Mit der Verteilung von je zwei Ziegen an besonders mittellose Frauen im Herbst 1996 wurde mit dem Aufbau einer Kleintierhaltung begonnen. Die Ziegenmilch kann zur Ernährung der Kinder verwendet werden, die neugeborenen Ziegen können weiterverkauft oder mit ihnen eine kleine Herde aufgebaut werden.